Kaffeerösterei

Die Röstung von Kaffee ist ein faszinierender Prozess, bei dem rohe Kaffeebohnen in aromatische, braune Bohnen verwandelt werden, die wir in unserem Morgenkaffee genießen. Dieser komplexe Vorgang umfasst verschiedene Stufen und erfordert sowohl wissenschaftliche Präzision als auch die Kunst des Röstens.

Der Prozess beginnt mit der Auswahl hochwertiger Kaffeebohnen aus verschiedenen Regionen der Welt. Diese grünen, rohen Bohnen sind eigentlich recht geschmacklos und benötigen die Röstung, um ihr volles Aroma zu entwickeln. Der Röstmeister wählt die Röstmaschine aus und passt sie an die spezifischen Eigenschaften der Bohnen an.

Die Röstung erfolgt in einer Trommelröstmaschine, die beheizt wird. Die Bohnen werden in die Röstmaschine gegeben, und der Röstmeister überwacht sorgfältig Temperatur, Zeit und Luftstrom. Während des Röstprozesses ändern sich die Bohnen von grün zu gelb, dann zu braun und schließlich zu einer dunkleren Farbe, je nach gewünschtem Röstgrad.

Während der Röstung entwickeln sich vielfältige chemische Reaktionen. Zunächst verliert die Bohne Wasser und erhitzt sich. Dann kommt es zur sogenannten Maillard-Reaktion, bei der Zucker und Aminosäuren karamellisieren und die Bohne ihr charakteristisches Aroma entwickelt. Schließlich platzt die Bohne aufgrund von Druck und Hitze, was als „First Crack“ bezeichnet wird.

Der Röstmeister muss den perfekten Zeitpunkt bestimmen, um den Röstprozess zu stoppen. Dies hängt von der gewünschten Röstung ab, sei es leicht, mittel oder dunkel. Nach der Röstung müssen die Bohnen schnell abgekühlt werden, um das Garen zu stoppen und die Bohnen vor Überröstung zu schützen.

Die röstenden Bohnen setzen während des Röstprozesses Kohlendioxid frei, daher müssen sie nach dem Rösten einige Tage ruhen, um sich zu stabilisieren. Erst dann können sie gemahlen und zur Zubereitung von Kaffee verwendet werden.

Die Kunst der Kaffeeröstung erfordert Erfahrung, Geschick und eine Leidenschaft für die Perfektion. Jeder Röstmeister entwickelt im Laufe der Zeit seinen eigenen Stil und seine eigenen Röstprofile, um einzigartige Kaffeearomen zu schaffen, die den Gaumen erfreuen.

Teeherstellung

Die Teeherstellung ist ein faszinierender Prozess, der je nach Art des Tees variieren kann. In diesem Text werde ich den allgemeinen Herstellungsprozess von Tee  beschreiben.

Die Teeherstellung beginnt mit der Auswahl der Teepflanze, normalerweise Camellia sinensis. Es gibt verschiedene Teesorten wie grünen, schwarzen, weißen und Oolong-Tee, die sich durch Verarbeitung und Oxidation unterscheiden. Der Prozess beginnt mit dem Pflücken der Teeblätter. Dabei werden nur die jungen Blätter und Knospen ausgewählt, da sie den besten Geschmack und Aroma bieten.

Nach dem Pflücken werden die Blätter entweder gerollt oder gewalzt, um die Zellstruktur zu brechen und die Oxidation zu starten. Für grünen Tee wird die Oxidation gestoppt, indem die Blätter gedämpft oder in einer Pfanne erhitzt werden. Dadurch behält der grüne Tee seine grüne Farbe und frische Aromen.

Für schwarzen Tee werden die Blätter vollständig oxidiert, was ihnen ihre charakteristische dunkle Farbe und kräftigen Geschmack verleiht. Der Oolong-Tee liegt zwischen grünem und schwarzem Tee und erfährt eine teilweise Oxidation.

Weißen Tee, der am wenigsten verarbeitet wird, wird normalerweise nur getrocknet. Nach der Verarbeitung werden die Blätter sortiert und verpackt.

Nachdem der Tee verarbeitet ist, erfolgt oft eine Qualitätskontrolle, bei der Blätter sortiert und bewertet werden. Schließlich werden die Teeblätter verpackt und zum Verkauf angeboten.

Die Teeherstellung ist eine Kunst, bei der Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Zeit eine entscheidende Rolle spielen. Die Vielfalt der Teesorten auf der Welt spiegelt die Komplexität dieses Prozesses wider und bietet Teeliebhabern eine breite Palette von Geschmacksrichtungen und Aromen, die von der Herkunft und der Verarbeitung der Blätter abhängen. Ob Sie grünen Tee, schwarzen Tee oder eine andere Sorte bevorzugen, die Kunst der Teeherstellung hat eine jahrhundertealte Tradition und beeinflusst die Kultur vieler Länder.

Wir sind noch immer da!

Ja, es gibt uns noch. Trotz allgemeinen Lockdown und Corona-Angst sind wir tapfer vor Ort und halten die Stellung.

Im Gegenteil, wir haben wieder einiges an neuen Produkten im Geschäft und freuen uns, wenn ihr weiterhin so zahlreich erscheint und eure Bedürfnisse für das tägliche Leben erfüllt. Das ist nämlich der Grund für das Offenhalten unserer Geschäfte (MO – FR 10:00 (Schwaz: 9:30) – 18:00): wir sind Lebensmittelhändler.

Was ist denn so alles neu?

Wir haben einerseits auf der Teefront einiges aufgestockt, vornehmlich erlesene Spezialitäten in BIO Qualität und auch dasKaffee-Angebot ist um Arabica Sorten gewachsen. Diese werden in kleinen Chargen zu je 250 Gramm (Bohnen) angeboten. Gerne mahlen wir auch auf den gewünschten Mahlgrad.

Kaffeebohnen
Kaffeebohnen bei der Ernte

Besonders hervorheben möchten wir dazu den Kaffe aus Papua Neuguinea:

Herkunft und Plantage
Im Wahgi Tal auf der Insel Neu Guinea herrscht das perfekte Klima für Kaffee. Dort wird auf der Sigri Plantage bester Arabica Kaffee, wie Arusha und Typica, angebaut. Die Qualitätskontrolle der Plantage beginnt schon auf dem Feld. Der Kaffee wird von Hand geerntet, gewaschen und in der Sonne getrocknet. Die Bohnen werden von Hand sortiert und von Experten geröstet. Dieser Kaffee überzeugt mit einem intensiven Aroma.

Charakter und Geschmack
Der Sigri Estate hat sanfte Noten von Schokolade und Walnuss. Er überzeugt mit seinem samtigen Körper und einer ausgewogenen Säure auch Feinschmecker. 

BESONDERHEITEN 
Der Anbau von Kaffee gelang in Papua Neuguinea erst in den 1930er Jahren, nachdem Samen aus Jamaika in das Land geschmuggelt wurden. Inzwischen gehört der Kaffeesektor jedoch zu einem der wichtigsten des Landes. Kultiviert wird fast nur Arabica, überwiegend auf Plantagen von Kleinbauern mit Familienbetrieben. Der Kaffee wird von Hand gepflückt und sonnengetrocknet. Geschmacklich hat der Kaffee Ähnlichkeit zum jamaikanischen Blue-Mountain. Ungewöhnliche Noten wie Rauch, Laub und Moos harmonieren mit einer natürlichen Süße.

Gerne auch zur Bestellung in unserem Shop!

Lockdown die zweite

Welch garstig Wort in meinem Ohr…schon wieder das gleiche? Nope, diesmal ist alles anders!

Ok, anscheinend ist es jetzt doch notwendig geworden, was soll´s. Ich hoffe, dass es auch wirkt und wir bald wieder einen halbwegs normalen Umgang pflegen können.

Wir haben es aber diesmal ein wenig anders. Kein Zusperren und so, sondern Geschäfte offen und trotzen. Fast so wie ein gallisches Dorf. Nein so ist es ja nicht ganz. Wir sind nicht von Römern umgeben, wir könne jederzeit besucht und unsere Köstlichkeiten erstanden werden.

Vielleicht macht das ja den Lockdown ein wenig erträglicher? Wir würden uns auf jeden Fall über einen Besuch freuen (MO – FR). Auch in unserem Online shop, der wieder von uns gehegt und gepflegt wird. Und bei dieser Gelegenheit auch wieder um unsere neuen Produkte ergänzt.

Also – nicht verzweifeln sondern abwarten und Tee trinken!

Fischsauce aus Cetara (Amalfi)

Freundliche Dame beim Filettieren in der Produktion

Wie bereits angekündigt haben wir unseren Urlaub nicht untätig verbracht sondern auch einiges an neuen Produkten mitgebracht. Heute erzählen wir von der Fischsauce auch Cetara, ein besonderes Gewürz mit langer Tradition, wie ich weiter untern darstellen möchte.

Unser Lieferant ist natürlich ein besonderer. Die Produktion wurde 1950 vom Vater (Raffaele Giordano) der jetzigen Besitzer (Vincenzo und Giulio) kommerzialisiert. Heute noch sind voller Stolz noch die Fässer des Großvaters im Einsatz. Und voller Stolz sind sie die einzigen, die nach wie vor in traditioneller Weise die Colatura herstellen. Und zwar in Cetara. Das schein wichtig, denn alle anderen die abgewandert sind sind wesentlich größer und damit auch ein wenig kommerzieller.

Geschichte

Dieses Gewürz ist sicherlich orientalischen Ursprungs und hat seinen Namen von dem mysteriösen Fisch „Garos“ (vielleicht sind es die sehr verbreiteten Sardellen), von dem die Sauce (die alten Griechen nannten sie „Garon“) wahrscheinlich ihren Namen erhielt – die Römer benannten sie ganz einfach in „Garum“ um.

Die verschiedenen Saucen, die dem römischen Garum zuzuschreiben sind, wurden lange verwendet. Bis sie hinsichtlich Qualität und Aroma – und auch wegen der Vereinfachung der Herstellung – von der „Colatura di alici“, wie wir sie heute verstehen, wahrscheinlich um die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts, von der Arbeit der Zisterziensermönche des Pfarramts von San Pietro in Tuczolo auf dem Hügel bei Amalfi übertroffen wurde.

Die Mönche besaßen eine bescheidene Flotte, die sie für den Transport von Weizen verwendeten und die sie in den Sommermonaten in Fischerboote für blauen Fisch, insbesondere Sardellen, verwandelten. Die Mönche besaßen auch Lagerräume für die gefangenen Fische, in denen sie Fässer mit Sardellen ohne Kopf und Eingeweide abwechselnd mit Salzschichten abstellten. Auf die Oberseite des Fasses legten sie einen schweren Felsbrocken, der es der überschüssigen Flüssigkeit ermöglichte, sich auf dem Boden des Fasses abzusetzen und durch die ungeklebten Lamellen auf den Boden zu gießen. Der Geruch und die Klarheit dieser Flüssigkeit, die auf den Boden tropfte, veranlassten die Mönche, sie in Behältern zu sammeln und sie ihrem Bruder, der für die Küche verantwortlich war, zur Kenntnis zu bringen, der die Flüssigkeit sofort zum Würzen des gekochten Gemüses verwendete und Gewürze, Aromen und Öl hinzufügte.

Die Mönche schickten dieses neue Gewürz als Geschenk an die Klöster und viele Bürger der Region, diesofort daran arbeiteten die köstliche Flüssigkeit in ihren Häusern zu produzieren.

PRODUKTION

Produktion / Reifung der Colatura in Fässern aus Kastanienholz

Frisch gefangene Sardellen werden „scapezzate“, dh geköpft und entkernt und in einem Holzbehälter namens „terzigno“ (ein Drittel eines Fasses) in abwechselnden Schichten mit Salz platziert. Auf der letzten Schicht befindet sich ein Holzdeckel namens „Tompagno“, auf den ein Meeresstein gelegt wird. Nach einer Reifung von mindestens drei Jahren wird über ein kleines Loch im Holz der entstanden Saft (die Colatura) tröpfchenweise entnommen und abgefüllt. Und dann, erst dann kommt er zu uns und zu unseren Kunden. Die sie dann auch wieder tröpfchenweise verwenden…

Anwendung

Zum Beispiel klassische Spaghetti: Nudeln ohne Salz kochen, Marinade aus Colatura, Olivenöl, Knoblauch und frischer, gehackter Petersilie über die fertigen Nudeln geben, durchrühren, fertig!

Colatura im Shop bei uns kaufen