Stekovics – wo die Vielfalt noch Geschmack hat

Eine Vielfalt verschiedener Paradeis- und Tomatensorten aus dem Garten

Ein Besuch in der Welt der Paradeiser, alten Gemüsesorten und beinahe vergessenen Aromen.

Im burgenländischen Frauenkirchen, unweit des Neusiedler Sees, haben Erich und Priska Stekovics etwas geschaffen, das in unserer zunehmend standardisierten Lebensmittelwelt selten geworden ist: einen Ort, an dem nicht Gleichförmigkeit, sondern Vielfalt zählt.

Erich Stekovics wird gerne als „Kaiser der Paradeiser“ bezeichnet. Der Titel kommt nicht von ungefähr. Über Jahrzehnte hat er Tausende Paradeisersorten gesammelt, erhalten und kultiviert. Kleine, große, gelbe, schwarze, gestreifte und manchmal recht eigenwillig geformte Früchte zeigen, wie wenig wir eigentlich von der Vielfalt der Tomate kennen.

Dabei geht es Stekovics nicht um bloße Sammelleidenschaft. Entscheidend ist der Geschmack. Alte Sorten besitzen oft Aromen, die im modernen Lebensmittelhandel kaum noch eine Rolle spielen. Dort zählen vor allem Haltbarkeit, Transportfähigkeit und ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild.

Auf den Feldern rund um Frauenkirchen gelten andere Maßstäbe. Neben Paradeisern wachsen seltene Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Chilis. Besonders bemerkenswert ist der Umgang mit den Pflanzen: Stekovics setzt auf naturnahe Anbaumethoden und die besonderen Bedingungen des pannonischen Klimas.

Was nicht frisch verkauft wird, findet seinen Weg ins Glas. Chutneys, eingelegte Paradeiser, Chilispezialitäten und andere Köstlichkeiten bewahren die Ernte weit über den Sommer hinaus.

Warum uns das bei teein interessiert?

Weil wir dieselbe Überzeugung teilen: Gute Lebensmittel brauchen Herkunft, Sorgfalt und Menschen, die sich mit ihren Produkten wirklich beschäftigen. Ob Tee, Kaffee, Gewürze oder Paradeiser – die geschmackliche Vielfalt entsteht nicht durch industrielle Vereinheitlichung, sondern durch das Bewahren von Unterschieden.

Stekovics erinnert uns daran, dass Qualität oft dort beginnt, wo jemand bereit ist, einen anderen Weg zu gehen.

Und dass eine Paradeiser eben weit mehr sein kann als eine rote, runde Tomate.

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