Wenn die Tage kürzer werden: Zeit für anderen Tee

Herbstliche Teeszene mit Teekanne, Tasse, losen Teeblättern und Gewürzen wie Zimt, Kardamom und Sternanis.

Mit dem Herbst verändert sich nicht nur das Wetter. Auch beim Tee bekommen viele Menschen wieder Lust auf kräftigere, wärmere und komplexere Aromen. Während im Sommer Grüntee, Cold Brew und leichte Mischungen gefragt sind, beginnt jetzt die Zeit für Tees, die etwas mehr Tiefe in die Tasse bringen.

Schwarztee ist dafür ein Klassiker. Assam mit seinen malzigen, kräftigen Noten passt hervorragend zu kühlen Vormittagen, während ein guter Darjeeling auch im Herbst seine feineren, oft leicht fruchtigen Aromen ausspielen kann.

Spannend sind jetzt auch Oolongs. Je nach Verarbeitung bewegen sie sich geschmacklich zwischen Grün- und Schwarztee. Besonders stärker oxidierte oder geröstete Oolongs entwickeln warme, nussige und manchmal beinahe karamellige Noten. Auch Pu-Erh passt mit seinem erdigen, tiefen Charakter ausgezeichnet in die kühlere Jahreszeit.

Herbst bedeutet bei Tee aber nicht automatisch Zimt und Orange. Ein hochwertiger Tee braucht eigentlich keine zusätzliche Aromatisierung. Gleichzeitig haben Gewürze in der Teekultur eine lange Tradition. Kardamom, Ingwer, Zimt, Nelken oder Pfeffer können beispielsweise aus kräftigem Schwarztee einen wunderbar wärmenden Chai machen.

Entscheidend bleibt die richtige Zubereitung. Nicht jeder kräftige Tee braucht kochendes Wasser oder eine lange Ziehzeit. Gerade hochwertige Blätter zeigen oft mehr Feinheit, wenn Temperatur, Dosierung und Ziehdauer auf den jeweiligen Tee abgestimmt werden.

Für uns beginnt damit eine besonders schöne Teezeit: wieder mehr ausprobieren, vergleichen und bewusst auf unterschiedliche Aromen achten.

In den kommenden Wochen stellen wir im teein Journal deshalb auch einzelne Tees und Mischungen genauer vor – inklusive Herkunft, Geschmack und unserer Empfehlung für die Zubereitung.

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